Die Hobby-Köchin 

Ich habe schon als Teenager gerne gekocht. In den Ferien bei meiner Oma durfte ich alles ausprobieren, sie war geduldig. Während des Studiums war ich auf Exkursionen oft für das Essen zuständig oder habe Freunde gerne eingeladen. Im Berufsleben kommt das Kochen oder gut Essen gehen bei mir nie zu kurz. Und im Homeoffice habe ich Biokisten neu für uns entdeckt.

 🪄Auf Instagram teile ich regelmäßig die Koch-Ergebnisse in Stories oder Bildern. 

Auf meiner Website gebe ich einen Einblick in das, was mich beim Thema „Essen und Trinken“ bewegt. 

Das Beef Tartare

Das Rindfleisch mied man lange, BSE lässt grüßen. Inzwischen ist Fleisch sowieso verpöhnt. Lebt man jedoch in Österreich, gehört Fleisch auf den Speisenplan, sind doch viele Gerichte ohne Fleisch undenkbar. Und ein frisches, mit Kapern gewürztes Beef Tartare, frischer getoasteter Toast dazu und Butter...es bleibt ohne Konkurrenz eine der besten Vorspeisen der Wiener Küche.

Der Hummer und Co.

Wenn wir auf einer Schiffsreise waren haben wir uns oft hinreißen lassen Meeresfrüchte zu essen. Eiweißschock lässt grüßen. Richtig serviert, also auch temperiert, und mit Weißwein in Kombination kann ich Muscheln, Scampi, Garnelen, Tintenfisch, Hummer und Co. etwas abgewinnen. Es ist auch das Bild vom ‚wie serviert wird‘ und dampfend vor Kälte auf einem Berg Eis kann ein Meeresfruchtabend eine gelungene Art des Schmeckens werden. Zitronen nicht vergessen. 

Das Suppenhuhn

Das ganze Huhn wird zu oft unterschätzt und viele kennen nur noch die fertig abgepackten Einzelteile des kompletten Tieres. Das sollte nicht sein! Ich kaufe immer ein Bio-Huhn und verkoche es ab und an als Suppenhuhn. Wurzelgemüse und Gewürze sowie Küchenkräuter hinzugefügt, 3 L Wasser in den Topf gegeben und los gehts mit dem Kochen. Nach 1,5 Std. und einem herrlichen Duft in der Küche ist die Suppe fertig. Wer möchte gibt Reis oder Fadennudeln hinzu, oder nimmt die Suppe als Sauce für ein Risi Pisi mit Huhn, das Fleisch kommt vom zuvor gekochten Huhn.

Die Suppe 

Gerade in Österreich ist Suppe zu oft nur die Vorspeise zum Hauptgericht. Suppe kann aber mehr, vor allem auch sättigen und wärmen. Getrocknete Kräuter geben der Suppe einen intensiven Geschmack, im Frühjahr und Sommer sollte man frische Kräuter ausprobieren oder selber züchten, es genügt die Fensterbank. Der Geschmack ist ein ganz intensiver und der Geruch ebenfalls. Zur Hühnersuppe am besten einen großen Bund Majoran und Petersilie geben. 

Der Lachs

Lachs verbinden die meisten mit Sushi 🍣 und es schmeckt ja auch. Aber Lachs kann mehr. Als Filet angebraten in der Pfanne mit Olivenöl und Salz entwickelt Lachs einen unbeschreiblichen Geschmack. Eine Zitrone dazu und der Genuss ist da. Lachs kann auch halb gegrillt und halb roh in kleine Teile Teile geschnitten auf Sushireis in einer Bowl mit Gemüse zusammen gut schmecken. Den Sushireis mit Essig verfeinern und eventuell etwas Soja Sauce hinzu geben und mit Sesam gemeinsam genießen. 

Der Fisch

An einem der Weihnachtsfeiertage gibt es immer Fisch. Steinbutt oder Heilbutt sind dabei Favoriten. Es sind schmackhafte Fische, die nicht viel an zusätzlichen Zutaten für eine gelungene Speise benötigen. Zu empfehlen ist eine Sauce aus der Kombination eines frisch gepressten Espressos mit Kardamom.

Die Weihnachtsgans

Gans gehört an Weihnachten dazu. Oder gerne auch schon als Martinigans im November hergerichtet. Das wichtigste dabei ist die knusprige Haut, die erreicht man am besten durch das ständige Ausschöpfen des Ganslfettes. Der Geschmack der Sauce kommt dann durch das richtige Wurzelgemüse. Für die Sauce ist jedoch auch ein richtig kräftiger, sehr guter Rotwein entscheidend. Zu empfehlen ist zudem, dass Rotkraut wirklich selber zu machen. Es ist nicht so aufwändig wie die meisten meinen, und es lohnt sich alleine vom Geschmack her. 

Das Tiramisu

Fast jeder hat einmal Tiramisu probiert. Ob beim Italiener oder daheim, die Mascarpone ist entscheidend und sollte nicht durch fettreduzierte Alternativen ersetzt werden. Zudem sind es die frischen Eier, die wichtig sind. Mein Lieblingsrezept ist von J. Lafer, da er das Eigelb mit dem Zucker und den Eischnee extra anrichtet, beides dann unter das Mascarpone hebt und dadurch eine fantastische Tiramisu Komposition zaubert.

Der Krabbensalat

Krabbensalat ist etwas typisches für die Zeit um Silvester und Neujahr. Man kann ihn aber auch sehr schnell selber machen. Der richtige Cognac für die Sauce zu den Krabben ist aber entscheidend. Und gutes Gelingen inklusive frischer Ware führen zu einem Hochgenuss, gerne kombiniert mit einem Glas Sekt oder Champagner. Prosit! 

Fremdes Essen

Auf Reisen esse ich gerne Dinge, von denen ich nicht einmal weiß, was sie sind. In Japan gab es somit Aal für mich, als Tartar mit Wasabi und warmen Reis und Sojasauce. Es war ein Genuss. Vieles an Beilagen war neu, schmeckte hervorragend dazu und wird immer die große Unbekannte bleiben.

Das Gemüse

Gute Zutaten gehören zu gutem Essen und hierzu gehört vor allem Gemüse. Meine Lieblingsfarbe bei Gemüse ist grün. Auf La Réunion gab es viele grüne Gemüsegärten und Verkaufsstände, am liebsten hätten wir gekocht. Probiert haben wir einiges, auch gelbe Ananas, die wie erwartet viel süßer schmeckte als bei uns. Und auch die Vanille haben wir probiert und gekauft, als Stange, Pulver und flüssig für später.

Der Kuchen

Kuchen gehört zum Leben und wer backen kann ist daher klar im Vorteil. Ich selber kann es nicht. Wenn mir dann aber zumindest der Gugelhupf gelingt, dann muss ein Bild her. Verziert mit Marzipankarotten und essbaren Blumen erfreute er damals Ostergäste und schmeckte zumindest neutral. Was ich in den vergangenen 18 Jahren in Österreich beim Backen gelernt habe ist, dass Eier und Zucker das gewisse Etwas beim Backen hinterlassen, nämlich den Geschmack. Und somit backe ich wenn, dann nur noch aus österreichische Backbüchern, mit Erfolg. 

Der Eisbecher

Ich mag Eis, aber nur im Becher und zwar beim Sitzen. Ein Eis auf die Hand, brauche ich nicht. Daher ist die Sommerzeit in Wien schön. Am Schwedenplatz ist die Auswahl groß und gut und ich durchforste die Eiskarten jährlich mit Freude und Freunden. Am liebsten habe ich Milcheis, Nuss vor allen Dingen und exotische Sorte wie Whiskey. Dazu on top alles was geht. Waffeln, Toppings, Saucen, Früchte oder Crunch. Was ich merkwürdig finde ist das ausgefallene Eis in manchen Bio/Öko-Läden wie Lavendel, Popcorn oder auch wilde Mischungen, bei denen man nicht mehr mitkommt, wie viele Inhalte in einer Sorte stecken. Was mir abgeht: Waldmeister. Mit diesem Eis bin ich groß geworden.

Das Curry

Mein Lieblingsessen: Currys. Warum? Sie schmecken, sind oft scharf und können variiert werden, auch beim selber kochen. Das beste Curry hatte ich 2017 auf den Seychellen. In meinem Thailand-Urlaub 2015 habe ich bis auf einen Tag, die restlichen 13 nur Currys gegessen. In Indien 2007/09 waren sie ohne Kokosmilch, aber genauso gut. Vor allem die Gewürze haben es geschmacklich in sich. Daheim koche ich Currys oft selber, meist vegan, selten mit Fleisch und dann nur Huhn. Die Gewürze sind bei mir alle in der Küche vorhanden und mein Favorit ist scharfes, rotes Curry. Ich finde auch, es können viele Gemüsesorten in das Curry: Kichererbsen, Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten, Zucchini, Chili.

Das Frühstück 

Normalerweise frühstücke ich nicht oft, außer einer Tasse Kaffee - Filterkaffee. Aber: Wenn das Umfeld passt und ich nicht arbeite, dann genieße ich die verschiedensten Arten der ersten Mahlzeit des Tages. In den USA ist Frühstück oft deftig und vor Ort schmeckt es anders, nämlich gut. Speck, Eier, Bacon, French Toast oder Pancakes...sehr gerne! Frühstück in Asien hingegen ist Obst-lastig und den Temperaturen angemessen. Wer braucht schon einen vollen Magen bei 35 Grad? In Europa liebe ich Frühstück in Frankreich, Pain au Chocolate und Kaffee. Was ich wirklich nicht mag sind Hotelfrühstücke, denn dort beginnt meist der Tag am Buffet und mit sehr vielen Menschen.

Der Joghurt

Ein fettiger griechischer Joghurt schmeckt. Hingegen finde ich Skyr zum Abgewöhnen. Es zieht einem alles zusammen im Mund. Joghurt kann man geschmacklich variieren, Obst, Crunch, Nüsse, Haferflocken - oft esse ich ihn allerdings zu Currys. Auf diesen mildert er die Schärfe. Und ich muss ihn auch nicht fertig mit Geschmacksrichtungen haben. Im Kühlregal wundere ich mich eher über die Vielfalt wie Kaffee Joghurt oder Apfel-Zimt. Dann verzichte ich gerne auf das Milchprodukt. Auf was ich auch gerne verzichte ist Soja, von daher würde es für mich keine Alternative darstellen.  

Die Meeresfrucht

Es gibt Urlaube, da schmeckt alles. Meist liegt es wohl an der Umgebung. In San Francisco waren es die Gebackenen Shrimps 🦐 die so gut schmeckten, variiert mit grünem Spargel und einer Sauce, dass man am liebsten täglich Shrimps gegessen hätte. Ein Glück waren wir nur zwei Tage dort, gebacken muss ja nicht unbedingt zum Dauergericht werden, in den USA hingegen schon gerne.

Die Muschel 

Muscheln sind eigenartig, aber schmecken. Die Zubereitung ist für mich eine Herausforderung, da sie ja im Netz gekauft werden und lebendig sind. Normalerweise bin ich nicht empfindlich bei Zubereitungen, bei Muscheln schon. Wenn sie dann aber endlich im Topf oder in der Pfanne liegen, dann mit Weißwein und Zitrone bitte. Ob Spaghetti Vongole oder auch Miesmuscheln - am Meer schmeckt es meist besser.

Das Grillen

Als Kind oder auch junger Mensch empfindet man Grillen als eine Art kulinarische Freiheit. Man trifft liebe Menschen und teilt Salate und Fleischwaren, der Spaß steht im Vordergrund. Bei uns im Garten in Berlin grillten wir seit 30 Jahren auf dem gleichen Griller, 2021 wurde er getauscht und dient seitdem fleißig der sommerlichen Kulinarik. Dass Grillen auch Stress verursachen kann merkte ich erst nach neuem Familienanschluss. Andere Familie, andere Ideen. Auch mit Freunden kann dieses Fleisch-lastige Event zur Philosophie werden, wenn es etwa ausschließlich Fleisch-los werden soll. 

Die Tarte 

Ich liebe Tartes, nicht nur in Frankreich. Auch die Tortilla in Spanien gleich ihr. Es ist eine herrliche Kombination aus Dingen die man gerne mag, gebacken in einer Form und köstlich auf einem Teller serviert. Neulich entdeckte ich Thunfischtartes für mich. Auch Tartes mit warmen Ziegenkäse und Feigen bieten im Herbst eine Vorfreude auf das was noch erntemässig kommen mag. In Österreich gleicht dem wohl eher alles der Strudel.

Das Risotto

Ein Risotto ist Vielfalt pur. Ob Milaneese, mit Safran, ob mit Ziegenkäse oder gerne auch rote Beete vermengt: ein schlotziges, frisches Risotto und ein Glas Weißwein dazu geben einem das Gefühl, Italien sei näher als es in Wahrheit ist. Wichtig hierbei, der Risotto Reis. Zur Not gehen auch viele andere Reissorten, aber ein Risotto-Reis hat schon seine Daseinsberechtigung. Und im Sommer kann man Risotto auch mit Beeren servieren.

Die Caprese

Ich mag Gemüse, Tomaten sehr, aber auch Käse und von daher kommt mir Caprese sehr gelegen. Allerdings sollte man beim Mozzarella auf gute Qualität achten, sonst kaut man Gummi. Vor allem Büffelmozzarella ist ein Genuss und peppt eine kühle sommerliche Caprese aromatisch auf. Basilikum ist weiters heute auf jedem Küchentisch vorhanden und bringt sogar daheim ein Hauch italienischen Urlaub auf den Tisch. 

Die Marmelade

Seit vielen Jahren gehört Marmeladeeinkochen für mich im Jahr dazu, hier nicht nur Erdbeermarmelade im Mai und Juni, sondern natürlich auch Marillenmarmelade im Juli, wobei Letzteres aufgrund des Urlaubes immer eine zeitliche Herausforderung ist. Was sehr gut ankommt bei allen, aber eine wahnsinnig aufwändige Arbeit sein kann: Ribisel-als Gelee. Die Arbeit lohnt sich ebenfalls bei Himbeeren und die Abnehmer werden jährlich mehr. 

Der Marillenkuchen 

Noch viel besser kann frischer Marillenkuchen sein. Die Säure vom Obst und die Süße des Kuchens kombiniert erfreuen Herz und Gaumen. Bei Marillenkuchen kommt jedoch wieder der Zeitfaktor ins Spiel. So kurz sie zu erwerben sind aus der Wachau, so kurz ist der Genuss eines sehr guten Marillenkuchens, etwa im Wiener Cafehaus Prückl.